Häufig gestellte Frage

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Welche Bootstypen können mit elektrischen Bootsantrieben ausgerüstet werden?

Zu Beginn waren elektrische Bootsmotoren besonders für Binnengewässer geeignet, mittlerweile sind die Produkte der führenden Hersteller auch uneingeschränkt Seewassertauglich. Dank der rasanten Entwicklung der maritimen Elektromobilität in den letzten Jahren, kann heute vom Kajak bis zum 30 Tonnen schweren Passagierschiff alles mit einem Elektromotor angetrieben werden.

Vom kleinen Beiboot über Sportboote bis hin zu Segel- und Motoryachten sind die Torqeedo und Kräutler Motoren einsetzbar.

Wie gross ist die Reichweite eines elektrischen Bootmotors?

Die am häufigsten gestellte Frage ist zu gleich am schwierigsten zu Beantworten. Die Reichweite eines Elektrobootes hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Insbesondere vom Typ, der Anzahl und der Kapazität der verwendeten Batterien, sowie der Leistung des verbauten Elektromotors. Zusätzliche Faktoren sind das Bootsgewicht, die Bauform des Rumpfes und Umwelteinflüsse wie Strömungen, Wellen und Wind.

Ganz besonders ins Gewicht fällt das Fahrverhalten des Bootsführers! Der Energieverbrauch von Elektromotoren steigt im Verhältnis zur Geschwindigkeit überproportional an. Mit einer angepassten Geschwindigkeit kann man die Reichweite entsprechend vergrössern.
Batteriepark, Motorenleistung und die individuellen Bedürfnisse müssen also gut aufeinander abgestimmt werden. Unsere Spezialisten stehen Ihnen zur Verfügung und helfen Ihnen dabei die richtige Wahl zu Treffen.

Zuverlässigkeit

Ein Verbrennungsmotor besteht aus hunderten beweglicher Einzel- und Getriebeteile sowie elektrischen Schaltkreisen. Ein Elektromotor hingegen hat nur einen beweglichen Bestandteil… den Rotor. Viele elektrische Bootsantriebe haben nicht einmal ein Getriebe, die Schiffsschraube sitzt direkt auf der Motorenwelle. Es liegt auf der Hand welcher Antrieb fehleranfälliger ist!

Wartung / Abgasuntersuchung

Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor braucht ein Elektrobootsmotor nur ein Minimum an Wartung, keinen jährlichen Service und keinen Abgastest. Machen Sie regelmässig eine Sichtkontrolle, entfernen Sie Algen oder Tauwerk welches sich im Propeller verfangen hat und lassen Sie alle fünf Jahre die O-Ringe überprüfen. Davon abgesehen ich keine Wartung nötig.

Hybridantriebe / Hilfsmotoren

Für grössere Motor- und Segelyachten werden, vor allem für das Meer, heute bereits ausgeklügelte Hybride-Systeme angeboten wie zum Beispiel «Deep Blue» von Torqeedo. Auch für kleinere Boote kann ein Hilfsgenerator unter Umständen eine Lösung sein.

Viele Fischer benützen Verbrennungsmotoren um zum Fanggebiet und zurück zu fahren. Vor Ort bewegen Sie sich aber mit einem lautlosen, kleinen Elektromotor.

Arten von Motoren

Die Auswahl an Elektromotoren für Boote ist heute fast grösser als an Verbrennungsmotoren. Sie haben die Wahl zwischen Aussenborder, Innenborder für Wellenanlagen und Z-Drive, Sail-Drive und Pod-Motoren.

Batterien und Akkumulatoren

Für die Platzierung der Akkumulatoren gib es zwei Ansätze. Entweder sind die Akkus am oder im Motor integriert wie bei der Produktelinie Travel von Torqeedo, oder die Batteriebank wird extern im Rumpf des Bootes verbaut.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Bauarten oder Typen von Akkumulatoren. Erstens die Bleiakkumulatoren wie Bleisäure- und Blei Gel Batterien sowie die AGM-Batterien. Sie sind relativ gross und schwer, aber kostengünstig. Zweitens die Lithiumbatterien wie Lithium-Ionen, Lithium-Polymer und LiFePO4 (Lithium-Eisensulfat). Der Vorteil dieser neueren Technologie liegt in der hohen Energiedichte, der Hochstrombelastbarkeit, der Unempfindlichkeit gegen hohe Ladeströme und der vielen Ladezyklen. Ausserdem sind sie relativ immun gegen Tiefenentladungen.

Der Faktor von 3 hält die beiden Batteriearten auseinander. Für die gleiche gespeicherte Energiemenge sind Lithiumbatterien 3 Mal leichter, überstehen 3 Mal so viele Lade-/Entladezyklen und kosten 3 Mal mehr als Bleibatterien.

Dennoch hat die Lithium-Technologie nicht nur Vorteile. Lithiumbatterien benötigen ein zuverlässiges BMS (Batterie Management System) um sie sicher betreiben zu können. Ausserdem gibt es grosse Unterschiede in der Qualität der verwendeten Zellen. Günstig bedeutet hier oft Ärger! Deshalb können, je nach Anwendung, die guten alten Blei-Akkus auch heute noch eine valable Alternative sein.

Ladezeit

Die Ladezeit hängt von den verwendeten Batterien, der Energiekapazität der Akkus, dem max. zulässigen Ladestrom und der Leistung des Ladegerätes ab. Für eine Ladung von 0 auf 100% benötigen Sie in jedem Fall mehrere Stunden. Power Charger ermöglichen ein schnelleres aufladen…  langsames Laden schont die Batterie!

Laden mit Sonnenenergie

Alle unsere Lieferanten bieten Lösungen zum Laden über Solarmodule. Als Hersteller von solarbetriebenen Passagierschiffen ist dies unsere Kernkompetenz. Gerne beraten wir Sie über die Installation eines kompletten Solardaches oder die teilweise Montage von Solarzellen auf Ihrem Boot.